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Blau - Weiss Wagrien


Startschwierigkeiten, aber keine Unruhe

Den Auftakt in die neue Bundesliga-Saison hatten sich die Knappen anders vorgestellt. Statt am Samstag (27.8.) mit einem Punktgewinn bei Eintracht Frankfurt zu starten, musste der königsblaue Tross die Rückreise aus Hessen mit einer 0:1-Niederlage im Gepäck antreten. „Das war natürlich enttäuschend. Wir hatten uns etwas anderes vorgenommen“, sagt Markus Weinzierl, der ebenso wie seine Spieler die Anfangsphase als Knackpunkt für die Pleite ausmachte.

Die Gastgeber präsentierten sich erst stürmisch, dann kampfstark. „Die ersten Minuten sind an uns vorbei gelaufen“, so der Coach. Denn die Frankfurter legten los wie die Feuerwehr und überzeugten mit einem konsequenten Pressing. Damit kam Schalke nicht zurecht und lag zurecht nach 13 Minuten durch ein Tor von Alex Meier hinten. „Wir waren zu spät in den Zweikämpfen. Dadurch haben sich für die Frankfurter Räume ergeben, die sie genutzt haben“, blickt Benedikt Höwedes zurück.

Die drückenden Temperaturen - phasenweise zeigte das Thermometer bei absoluter Windstille über 35 Grad an - wollten die Königsblauen nicht als Ausrede gelten lassen. Denn damit hätten schließlich beide Teams klar kommen müssen. „Ich will nicht drumherum reden. Es gibt vieles, was wir noch verbessern müssen. Vielleicht hätten die Frankfurter in der ersten halben Stunde sogar 2:0 oder 3:0 führen können. Sie gehen als verdienter Sieger vom Platz“, sagt Christian Heidel.

Wir haben nun zwei Wochen Zeit, die Fehler abzustellen.

Christian Heidel

Als sich die Knappen gefangen hatten, fehlten allerdings lange die zündenden Ideen, um die aufmerksame Defensive der Eintracht in Verlegenheit zu bringen. „Wir mussten dem Rückstand hinterherlaufen“, meint Ralf Fährmann. Zwar gab es die eine oder andere Möglichkeit - letztlich wurde es aber erst in der Schlussphase so richtig gefährlich für SGE-Schlussmann Lukas Hradecky.

Die beste Offensivszene gehörte Klaas-Jan Huntelaar. Hätte der 33-Jährige seine Chance in der 81. Minute genutzt, wäre dies nicht nur der Ausgleich gewesen. Der Niederländer hätte mit einem Treffer zudem einen neuen Bundesliga-Rekord aufgestellt. Denn der Stürmer knipste in den vergangenen vier Spielzeiten immer im Auftaktspiel. Diese Marke kann nur noch Leverkusens Stefan Kießling vorweisen. Fünfmal in Folge gelang dieses Kunststück noch keinem Spieler.

Enttäuscht ist auch Breel Embolo, der sich bei seinem Bundesligadebüt einen Sieg gewünscht hatte. „Wir hatten unsere Chancen. Es hat nicht sein sollen“, erklärt der Schweizer. „Mit der Führung im Rücken hatte der Gegner Selbstvertrauen. Wir müssen das Spiel analysieren es künftig besser machen.“

Für eine positive Szene sorgte Fährmann, der nach 68 Minuten einen Elfmeter von Meier hielt. Letztlich war die Parade aber wertlos. Der Schlussmann mahnt trotz der Niederlage aber zur Ruhe. „Wir sind im Umbruch, bei uns gab es viele personelle Veränderungen. Die müssen erst einmal greifen“, berichtet er. „Aber das braucht auch Zeit. Ich hoffe, dass wir die auch bekommen.“

Angst vor einem Fehlstart hat auch Heidel nicht. „Wenn ich so ticken würde, müsste ich einen anderen Job ausüben“, erklärt der Sportvorstand. „Wir haben das Auftaktspiel verloren. Aber deshalb ist nicht alles falsch, was wir in der Vorbereitung gemacht haben. Der Weg wird weiter fortgesetzt. Markus Weinzierl arbeitet sehr akribisch. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir schon bald wesentlich erfolgreicher sein werden als es in Frankfurt der Fall war. Wir haben nun zwei Wochen Zeit, die Fehler abzustellen.“ Dass bei diesem Prozess einige Spieler wegen internationaler Verpflichtungen fehlen, erschwert die Situation. Auch Neuzugang Nabil Bentaleb, der nach seiner Einwechslung für frischen Wind gesorgt hatte, wurde von seinem Heimatverband angefordert.

Um weiter an den Automatismen zu feilen und einigen Akteuren Spielpraxis zu geben, nutzt Weinzierl die Länderspielpause neben diversen Trainingseinheiten auch für ein Testspiel. Gegner am Donnerstag (1.9.) um 18 Uhr in der Mondpalast-Arena in Wanne-Eickel ist der niederländische Erstligist FC Twente, zu dessen Anhängern Schalkes Fans seit langem eine Freundschaft unterhalten. Ernst wird es dann wieder am Freitag, den 9. September, wenn Bayern München zum Auftakt des 2. Spieltags in der VELTINS-Arena gastiert.